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sich seinem Einfluss entzog und Anna bemühte sich umso stärker, sich ganz auf Raven zu konzentrieren. Er war ihr Universum, er war alles, was eine Rolle spielte. Raven. Als sie eine unsanfte Berührung so unvermittelt herumriss, dass sie beinahe den Boden unter den Füssen verlor, schrie sie erschrocken auf. Der Blickkontakt brach abrupt ab und die fesselnde Verbindung riss. Anna keuchte auf und fühlte, wie ihre Knie unter ihr nachgaben, als sie urplötzlich wieder die Kontrolle über ihren Körper übernehmen musste. Aber es war jemand da, der sie vor einem Sturz bewahrte und sie stützte. Sie brauchte nicht zu sehen, wer es war, sie konnte es fühlen. Raven bemerkte ihren Schwächeanfall und lud sie sich ohne Mühe auf die Arme. Anna war noch zu sehr mit der unheimlichen Begegnung beschäftigt, um zu protestieren oder überhaupt zu reagieren, und beschränkte sich eine Weile darauf nur zu atmen und die Erleichterung zu geniessen, dem fesselnden Blick des unnatürlich schönen Fremden entkommen zu sein. Erst als sie feststellte, dass Raven durch den Wald rannte, hielt sie sich an ihm fest, um ihm das Laufen zu erleichtern. „Raven“, hob sie an und bemerkte, wie ihre Stimme immer noch zitterte, „was tust du?“ Er hielt nicht inne, sondern beschleunigte stattdessen, während er mit einem verbissenen Unterton antwortete. „Ich bringe dich in Sicherheit.“