Tag 4-7 in Nihon

Gestern waren wir mal wieder den ganzen Tag unterwegs und zwar ging es morgen erstmal nach Ginza. Eines der In-Shoppingviertel von Tokyo. Hier stehen hauptsächlich Hochhäuser und die Schicki-Mickis sind unterwegs…

Das ist Ginza. Gross und voll. Jedenfalls im Vergleich zu dem, was ich bisher gesehen hab.

Solche Strassenkarten sollen bei der Orientierung helfen, aber mal ehrlich…. das Witzige daran ist eigentlich immer das „You Are Here“ – wo der Rest bzw. das Gesuchte ist, verrät er leider meistens nicht… mussten wir später erfahren *g*.

Ginza ist eines der teuren Viertel in Tokyo, aber sobald man von den grossen Strassen weggeht, z.B. in die Gassen unter oder an den Bahnlinien kann man für wenig Geld gut essen. Dies ist die Strasse, in der wir unser Mittagessen bekamen und da entdeckten wir dann Folgendes (sorry, dass das Bild unscharf ist):

Da fährt man nach Japan und was endeckt man! Nicht nur Vermicelles, nein, auch ein Münchner Hofbräuhaus… Sachen gibts…

Die Hochhäuser sind ganz schön beieindruckend. Und trotz der Grossstadt ist es immer noch sehr ruhig hier (das beeindruckt mich einfach immer noch). Jedenfalls sind wir Richtung Kaiserpalast spaziert und haben ein paar nette Kontraste festgehalten:

Ich finde sowas total spannend. Weitergegangen sind wir zum Meji-Tempel, bzw. gefahren, denn die Distanzen sind schon ganz enorm hier.

Hier fiel mir vorallem auf, dass es trotz vieler Leute Orte gibt, wo grade keiner ist… auch etwas, das ich von Tokyo nicht erwartet habe…

Daneben gabs diverse Hochzeiten im Schrein und natürlich viele gute Wünsche etc. an den heiligen Bäumen.

Ausserdem git es auch hier im Park des Tempels interessante Kontraste zu entdecken.

Und natürlich die Zubehöre für die Feiern *g*. Ratet mal wie gross die Dinger sind:

Nein, sie sind grösser als erwartet:

Jedenfalls gings nach dem Tempelbsuch im Sonnenschein (Ja, der erste Tag hier mit SONNE!) nach Shinjuku. Eigentlich auf der Suche nach einem English Bookshop, aber den haben wir irgendwie nicht gefunden… Aber Shinjuku ist berühmt dafür, dass es sehr veriwrrend ist und man sich dort verläuft. Also haben wir diesen Punkt auch abgehakt 😉

Hier war es dann wirklich ziemlich voll und auch verhältnismässig laut, jedenfalls für Tokyoer Verhältnisse.

Trotz Sonne ist es hier immer noch ziemlich kalt (vorallem wegen dem eisigen Wind), so dass ich irgendwann doch ziemlich kaputt war und  mich ausruhen wollte. Wir sind dann nach Haus gefahren, nicht aber ohne uns noch etwas zu Essen zu besorgen.

Das ist unser Esstisch. Das Sushi, das Ihr da sehen könnt, haben wir aus dem Supermarkt, dort wird das täglich frisch zubereitet und verkauft (wie bei uns die Salate und Sandwiches bei Migros oder Coop). Da es schon Abend war, war das ganze auch noch runtergesetzt… Normal kostet eine Portion, also eine der Schalen, die Ihr da seht 480 Yen (ca. 4, 80 Sfr.) und für uns noch 250 Yen (also ca. 2,50 Sfr.)… Wenn man sich mal überlegt, was das bei uns kostet… Ist schon krass, oder? Ich finds jedenfalls toll.

Heute dann waren wir auf einem Ausflug, den die Uni Tokyo Organisiert hat, damit sich Leute von den naturwissenschafltichen Instituten besser kennenlernen. Mit einem Bus fuhren wir nach Mashiko. Ein Glück, denn bei der Strecke und dem Strassengewirr (und kaum ÖV) kommt man da kaum hin. Mashiko ist berühmt für seine Töpferwaren und das war auch unsere Aufgabe da: Töpfern:

Das ist gar nicht so leicht, wie es aussieht, wenn es der Instruktor vormacht. Ich scheine jedenfalls keine Begabung dafür zu haben, aber Spass gemacht hats trotzdem und das kam bei mir dabei raus:

Eines der „Werke“ durfte man sich aussuchen. Es wird nun gebrannt und lackiert und wir bekommen es dann irgendwann zugestellt. Danach gings ins Restaurant gegenüber, wo wir ein ortstypisches Mitagessen bekamen (Reis im Tontopf mit vielen Beilagen). Dabei hab ich auch gleich gelernt, wie man einen Fisch mit Stäbchen zerlegt und isst… das war eine Herausforderung.  Leider hab ich mir meine Verdauung ein Bisschen verkühlt… weil es noch immer schweinekalt ist und der Wind gibt mir den Rest. Ich frier jedenfalls ab und zu ziemlich draussen, auch wenn ich wirklich winertauglich angezogen bin… wird Zeit, dass der Frühling kommt – meine Meinung jedenfalls und die Japaner wollen auch endlich ihre Kirschblüten feiern.

Nach dem Essen wurden wir zu einem Shinto-Schrein gefahren, wo ein Frühlingsfest stadtfand.

Dabei zeigen die Priester ein Ritual, das ein Wenig an eine Mischung aus rituellem Tanz und Kata erinnert. Und dann verteilen sie Snacks an die wartenden Kinder – ok, und Erwachsenen. Da gehts dann für Japan untypisch laut und gierig zu, aber es scheint Spass zu machen. Mich erinnert es ein Wenig an die Bonbons die von den Umzugswagen der Fastnacht in die Menge geworfen werden, aber bildet Euch selber ein Urteil:

Als wir alle ordentlich durchgefroren waren, wurden wir zu Uni zurückgefahren. Damit war der Ausflug zu Ende. Wir haben uns dann erneut ein Abendessen mitgenommen und haben nach einem Pulli gesucht… leider ist mein Liebster definitiv zu gross für hiesige Shops, so dass er nur selten was passendes findet. Dafür wurde ich fündig, ich hab mir ein Paar Turnschuhe  gekauft. Die, die ich bisher getragen habe, fallen auseinander… Irgendwie bin ich offenbar zuviel damit rumgelaufen.. ok und das Wetter hat auch was damit zu tun. Jedenfalls…

So wohnen wir übrigens:

Aufgenommen hab ich vom Gang aus, wo man reinkommt, Stauraum für allerlei Zeug ist und die Tür zum Bad abgeht. links am Boden seht ihr einen Futon, dahinter meinen Liebsten in Aktion am Schreibtisch und unsere Wäschetrockenvorrichtung. Links hinten gehts ab ins Schlafzimmer. Und das hier ist die Nasszelle, alles da, was man braucht, aber auf engstem Raum:

Jetzt sitz ich hier und lad Euch die Bilder hoch. Ich hoffe, Ihr freut Euch. Natürlich habe ich noch eine Menge mehr, aber alle kann ich leider nicht hochladen. Wie auch immer, eins noch zum Schluss. Die machen hier so hübsch angerichtetes Essen, dass man am liebsten den ganzen Laden leer kaufen möchte, nur um es zu Hause aufzustellen und anzugucken. Natürlich schmeckt es auch ausgezeichnet, aber manche Sachen sind einfach hübsch:

Das sind Sakura-Mochi (Mochi, also mit Bohnenpaste gefüllte Reiskuchen, mit eingelegten Kirschblüten als Deko).

So viel für heute. Sayonara!

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