Ausflug nach Hakone

Halli-hallo und Konichiwa!

Diese Woche sind wir sehr viel gereist. Ersteinmal sind wir in den Hakone Nationalpark gefahren. Das ist eigentlich ein riesen Gebiet mit vielen heissen Quellen, Schwefeldämpfen und kleinen Sehenswürdigkeiten.

Trotz des schlechten Wetters (es goss aus Kübeln), waren die Züge total voll – und es ist ein ganz schönes Eck von Tokyo nach Hakone…. die meiste Zeit über hatten wir keinen Sitzplatz.

Die Landschaft ist echt unglaublich schön, leider haben wir am ersten Tag nicht allzuviel davon gesehen, weil die Luft so voller Wasser war, dass alles in einem Dunst verborgen lag. Was man erahnen konnte, war allerdings ziemlich beeindruckend. Da es nicht sehr verlockend war, im Regen herumzuwandern, haben wir hauptsächlich die öffentlichen Verkehrsmittel (Bahn,  Bergbahn, Drahtseilbahn, Seilbahn und Schiff) genutzt und von drinnen Sightseeing gemacht (und damit unser 2-Tages-Sightseeing-Travel-Ticket mehr als rausgefahren). Hier spricht alles mit einem, das kommt sehr seltsam rüber: Die Bahnen, die Gondeln, Schiffe, selbst die Rolltreppen erzählen Dinge über Sehenswürdigkeiten, Geschichte und anderes, was die Japaner für interessant halten (was nicht immer dem entspricht, was wir Europäer gerne wissen wollen *g* Das fällt erst mit der Zeit auf, ist aber in der Tat manchmal frustrierend *g*).

Dabei haben wir entdeckt, dass die hier die Schweizer Bergwelt immitieren *g*. Allerdings gibt es, soweit ich weiss, bei uns keine Bergsee-Piratenschiffe:

Der Nationalpark ist so gross, dass wir den grössten Teil vom Tag gebraucht haben,  einmal rumzufahren. Am späten Nachmittag dann hats noch für die Besichtigung einer nachgebauten Zollstation gereicht:

Danach haben wir den Bus zurück zum Hotel genommen. Das Hotel war übrigens das Highlight für mich. Nicht nur, dass es einen grossen Onsen-Bereich gab, mit heissem Bad und Sauna innen, plus 2 Ausenpools in tollem Ambiente, nein, das Abendessen war der absolute Hammer! Es ist schade, dass ich Euch das Menü nicht zeigen kann. Es waren viele, viele Gänge. Nur kleine Portionen, aber sooooooooooo toll angerichtet, dass man sie kaum essen wollte! So wie man sich das japanische Essen vorstellt und absolut super lecker!!

In japanischen Hotels bekommt man übrigens normalerweise Yukatas zum anziehen und die Gäste laufen auch damit rum. Wir haben sie hauptsächlich genutzt, um ins Onsen zu gehen .

Am zweiten Tag dann schien doch tatsächlich die Sonne! und nachdem wir eine Post gefunden hatten, um endlich meine Postkarten auf den Weg zu schicken, sind wir nochmal los, um Hakone zu erkunden.

Die Gegend hier ist bekannt für ihre Holzarbeiten, also haben wir uns die auch mal angesehen und die sind wirklich sehr hübsch. Man macht nicht nur Alltags- und Ziergegenstände aus Holz, sondern auch Modelle (krasse Sache!) und Minaturen… Wir konnten uns kaum sattsehen!

Die Technik besteht darin, verschiedene Holzarten zusammenzukleben, so dass die Schnittfläche ein Muster ergibt und diese Fläche dann papierdünn abzuhobeln und auf Holzgegenstände aufzubringen. Es sieht dann am Ende aus wie eine Einlegearbeit und ergibt einen erstaunlichen Effekt. Bei einer absolut bezaubernden alten Japanerin haben wir 2 Zauberkästchen erstanden… ich glaube, wir fanden die Frau noch viel bezaubernder als ihre Kästchen *g*.

Danach sind wir ins Kunstmuseum, das neben tollen Bildern auch eine gigantische Aussicht über den Lake Ashi bietet.

Zum Schluss sind wir dann noch in einen Tempel gegangen (Tempel sind das Haupt-Besichtigungs-Material in Japan!).

Und die Sonne entschädigte uns für den vorangegangenen Regentag mit einem wundervollen Glanz auf Lake Ashi, bevor wir uns auf den langen Rückweg nach Kashiwa gemacht haben:

Endlich zuhause hiess es gleich umpacken, denn am nächsten Morgen sollte es gleich wieder losgehen:

Tags: No tags set for this entry.

1 Kommentar